Die Leitlinien des AAC-Depots

 

1. Ziel des AAC-Depots ist die Erwirtschaftung einer überdurchschnittlichen Rendite durch Investition in unterbewertete Aktien. Dabei handelt es sich in aller Regel um Titel, die einen deutlichen Kursverlust hinter sich haben und von den meisten Anlegern gemieden werden.

2. Die Auswahl der Aktien erfolgt nach fundamentalen Gesichtspunkten. Die wichtigsten Kriterien sind dabei das Verhältnis des aktuellen Kurswerts zum anteiligen Cash-flow, Buchwert und Umsatz je Aktie. Beachtet werden aber auch Kriterien wie Dividendenrendite, Branchenzugehörigkeit und Qualität des Managements.

3. Auch die charttechnische Analyse spielt bei der Festlegung von Kauf- und Verkaufszeitpunkt eine wichtige Rolle. Es werden allerdings keine Aktien gekauft, die zwar charttechnisch, nicht aber fundamental überzeugen.

4. Der legendäre Fondsmanager Peter Lynch wird mit der folgenden Bemerkung zitiert: „Es gibt tausend Gründe, warum Insider Aktien des eigenen Unternehmens verkaufen - aber es gibt nur einen einzigen Grund, warum sie einsteigen: Sie rechnen mit deutlich steigenden Aktienkursen". Wir können das bestätigen: Auch nach unserer Erfahrung zahlt es sich aus, auf die Aktivitäten der Unternehmenslenker ganz besonders zu achten. Insider-Käufe oder auch ein hoher Anteil an Aktien, die von den Managern gehalten werden, sind für uns daher neben der fundamentalen und der charttechnischen Analyse ein wichtiges zusätzliches Entscheidungskriterium.

5. Zum Zweck des Risikomanagements legen wir Wert auf breite Diversifikation. In der Regel enthält das Depot zehn bis zwölf Aktien aus verschiedenen Ländern und den unterschiedlichsten Branchen.

6. Wegen der höheren Liquidität und der besseren Verfügbarkeit wichtiger Informationen investieren wir hauptsächlich in hochkapitalisierte Standardwerte (Blue Chips). In geringerem Umfang kaufen wir allerdings auch ausgewählte Nebenwerte.

7. Oft dauert es eine ganze Weile, bis unterschätzte Aktien an der Börse entdeckt werden und ihr Kurspotential entfalten. Daher halten wir die Depottitel in der Regel für mehrere Monate oder gar Jahre. In begründeten Ausnahmefällen nehmen wir aber auch kurzfristig Gewinnchancen wahr.

8. Der Investitionsgrad des Depots unterliegt keinen Restriktionen. Droht ein allgemeiner und starker Kursrückgang, zögern wir nicht mit umfangreichen Verkäufen. In solchen Fällen ist auch eine vorübergehende Umschichtung des Kapitals in festverzinsliche Wertpapiere oder Genussscheine denkbar.

9. Das Jahr 2002 hat gezeigt, dass in einer allgemeinen Baisse auch unterbewertete Aktien massive Verluste erleiden können. Daher setzen wir für jede Aktie im Depot einen Stopp-Kurs fest, der nach charttechnischen Kriterien ermittelt wird.