Clever gerechnet

Ob eine Aktie überhaupt für unser Depot in Frage kommt, überprüfen wir anhand fundamentaler Kennzahlen. In Frage kommen etwa das Kurs-Gewinn-Verhältnis oder auch Umsätze, der Buchwert oder der Cash-Flow eines Unternehmens. Grundvoraussetzung ist allerdings ein Kursverlust von 30 bis 50 Prozent, gerechnet ab dem Höchstkurs der vergangenen zwölf Monate. Erst durch einen solchen Kursverlust entsteht die deutliche Unterbewertung, die uns neugierig macht.

Grundsätzlich gilt: Wenn eine Aktie nur noch halb so viel kostet wie wenige Monate zuvor, ist zu prüfen, ob dies gerechtfertigt ist. Oft ist das nicht der Fall. Ein einmaliges Ereignis, ein vorübergehender Gewinnrückgang oder die Konzentration des Unternehmens auf andere Geschäftsbereiche etwa, können zu solchen Unterbewertungen führen.

 

Trendwechsel aufspüren

In jeder Börsensituation gibt es Aktien, die von den Anlegern kaum beachtet werden. Entscheidend für den antizyklischen Börsenerfolg ist es, diese Stiefkinder der Börse zu finden. Dabei geht es keineswegs darum, stets das Gegenteil dessen zu tun, was die Masse der Anleger tut. Das entscheidende Merkmal der antizyklischen Strategie ist es, Trendwechsel früher als andere zu erkennen.