Wie die kleinen Leute immer wieder betrogen werden

Während im Herbst 2008 die Finanzkrise in atemloser Eile um den Globus hetzt, verstärkt sich bei vielen Zeitzeugen der Verdacht, das Weltfinanzsystem werde schon in naher Zukunft vor umfassenden Umwälzungen stehen. Dieses Gefühl trügt nicht. Der Betrug am Volk, der in unseren Tagen wieder augenfällig wird, folgt einer uralten Tradition:

In der Geschichte des Geldes reiht sich seit Jahrhunderten ein staatlicher Geldbetrug an den anderen. Anfangs waren es Silbermünzen, deren Metallgehalt im Verborgenen und unter größter Geheimhaltung klammheimlich immer weiter reduziert wurde. Wenn diese Münzen später für wertlos erklärt und durch neues Geld ersetzt wurden, bezahlten Handwerker, Gewerbetreibende, Sparer und die kleinen Leute die Zeche. Mit der Einführung des Papiergeldes wurde dieser Betrug an der Allgemeinheit perfektioniert und auf die Spitze getrieben: Dem zügellosen Wachstum der Geldmenge und dem schleichenden Wertverfall der Währungen sind jetzt keine Grenzen mehr gesetzt.

Reinhard Deutsch erzählt die spannende Geschichte unseres Geldes und macht deutlich, warum das größte Falschgeld-Experiment aller Zeiten jetzt scheitern wird. Durch die sich verschärfende Finanzkrise und den Zusammenbruch der Aktienkurse im September 2008 erhält das Buch eine beklemmende Aktualität: Wir werden Zeitzeugen des nächsten großangelegten Geldbetruges, der zum gleichen Ergebnis führen wird, wie alle seine Vorgänger: Auch diesmal werden sich Regierungen und Banken auf Kosten der Allgemeinheit ihrer Schulden entledigen.

Fazit:

Das Buch ist eine Pflichtlektüre für all jene, die den schönen Worten von Politikern und Bankvorständen nicht mehr länger glauben wollen. Wer wissen möchte, warum Milliardäre wie Bill Gates, George Soros oder Warren Buffett riesige Summen am Silbermarkt investiert haben, der sollte dieses Buch gelesen haben. Noch ist Zeit dazu: Wer jetzt rasch und intelligent handelt, der hat die Möglichkeit, das Schlimmste für sein Vermögen und für seine Altersvorsorge zu verhindern.

Andreas Hoose, Geschäftsführer Antizyklischer Aktienclub